Romanische Reise

Der Klavierabend beinhaltet Musik von Komponisten des romanischen Sprachraums. Dabei führt die Reise von der Barockzeit bis ins 20. Jahrhundert; von Jean-Philippe Rameau über Frédéric Chopin zu Enrique Granados, Isaac Albeniz und Olivier Messiaen. Den roten Faden bildet die französisch-spanische Stilistik; die Vielfalt ergibt sich durch die epochalen Prägungen: polyphone Barockmusik, romantische Virtuosität, Impressionismus bei Ravel, leidenschaftliches Feuer der Spanier.

Rameau, Suite en ré
Ravel, Prélude aus “Tombeau”
Messiaen, Prélude “La Colombe”
Chopin, Scherzo b-moll, op.31

Albeniz, Asturia, Cádiz, Aragon
Granados, El Fandango de Candil
und Quejas, o La Maja y el ruiseñor
aus Goyescas

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Ein impressionistischer Abend

Klangfarbe – Farbklang

Nach dem musikalischen Auftakt (Ravel, Prélude zu Tombeau de Couperin) blende ich dieses Bild ein, das der Stilrichtung bzw. Epoche ihren Namen gab und erläutere den historischen Zusammenhang und die Besonderheiten des Stils.

81.589.287Anhand von “Voiles” und der “Kathedrale von Rouen” lässt sich besonders eindrücklich sehen, wie verwandt Musik und Malerei im Impressionismus sind. Hier wie da unveränderte Themen, deren unterschiedliche Wirkung Claude Debussy allein durch verschiedene Tonlagen, Begleitfiguren, Dynamik etc. hervorruft. Gleichermaßen stellt Claude Monet die Kathedrale bei veränderter Sonneneinstrahlung dar: auf der Bildprojektion am Morgen, Mittag und Abend. Zentrales Anliegen beider ist Licht , Schatten, Klang und Farbe.

Im Wechsel mit der Moderation spiele ich weitere Préludes von Debussy; darunter durchaus auch weniger für den Impressionismus typische, z.B. Minstrels ( leicht amerikanisch orientiert) oder „La Sérénade interrompue“, in der iberische Klänge zum Tragen kommen.

 

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Liederabend

Vesque von Püttlingen vertont Heine

Wer?

… ein “Künstler und Diplomat, Poet und Weltmann”, “um die Tonkunst mannichfach verdient” – so die Stimmen Friedrich Wiecks, der Neuen Zeitschrift für Musik und Eduard Hanslicks, eines der schärfsten Kritiker im 19. Jahrhundert, über den Komponisten Johann Vesque von Püttlingen alias Johann Hoven.

Eigentlich Staatsdiener unter Metternich wagte sich Vesque von Püttlingen nach der Komposition einiger Opern und Lieder Mitte des 19.Jahrhunderts an die Vertonung des Zyklus’ “Die Heimkehr” von Heinrich Heine – damit an sage und schreibe 88 Gedichte, die das Kaleidoskop der Heineschen Dichtkunst ausbreiten. 

Der Liederabend trifft eine Auswahl an Liedern, die die inhaltliche
Vielfalt spiegelt und die Originalität und Schönheit der Vertonungen
erklingen lässt. Dabei ergeben sich Liedgruppen, die sich der Natur, den Meeresbildern, der Ironie und dem Witz widmen. Sie werden eingebettet in eine Moderation mit Lesungen aus zeitgenössischen Texten. Das Programm endet mit einem Vergleich der Schwanengesang-Lieder von Vesque und Schubert.

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